Pressemitteilung

Kulturverein schlägt Stadt ein gemeinsames Projekt für die Betreuung von Spielplätzen vor

28-08-2014 12:00

Der Meißener Kulturverein hat am Donnerstag in einem Schreiben an Oberbürgermeister Olaf Raschke und den Stadtrat gefordert, dass die Stadt zukünftig mehr für Spielplätze tun und den Aus- bzw. Neubau von Plätzen vorantreiben soll.

„Wir möchten mit unserer Forderung erreichen, dass die Stadt dem Neubau bzw. der Sanierung von Spielplätzen in der Stadt einen höheren Rang in der Prioritätenliste baulicher Ausgaben einräumt“, betont Dr. Walter Hannot, Vorsitzender des Meißener Kulturvereins, und fügt hinzu „Gab es vor etwa 20 Jahren noch 27 Spielplätze in der Stadt, so gibt es heute aktuell nur zehn Orte, die wirklich noch den Namen Spielplatz verdienen.“

Neben seiner Forderung richtet der Meißener Kulturverein auch gleich einen Vorschlag an die Stadt: „Wir können uns vorstellen, dass die Stadt zusätzlich zum Neubau bzw. zur Sanierung von Plätzen auch Grundstücke für Kinder zur Verfügung stellt. Mittels Sponsoren und Eigeninitiativen werden Spiel- und Klettergeräte aufgestellt. Anwohner und Elterninitiativen kümmern sich dann in der Folge um diese Plätze“, so Dr. Walter Hannot. „Wir als Verein können sowohl die Sponsorensuche unterstützen als auch die Initiativen zum Aufbau und der Betreuung der Plätze koordinieren.“

Die Forderung von mehr Spielplätzen ist beim Meißener Kulturverein im Rahmen des im August 2014 gestarteten Projekts „100 Patenschaften“ entstanden. Der Verein sucht für Straßen, Plätze, Brunnen und andere Einrichtungen in Meißen Paten, die sich um das jeweilige Objekt kümmern, Verunreinigungen beseitigen bzw. Beschädigungen der Stadt melden. Für insgesamt 13 Objekte in Meißen hat der Kulturverein bereits einen Paten gefunden.

 „Nach unserem Patenaufruf wurde ich von vielen Seiten auf die Situation der Spielplätze in Meißen angesprochen und gebeten auch diese in das Patenprojekt einzubeziehen“, erzählt Jens Mahlow, der beim Meißener Kulturverein das Projekt „100 Patenprojekte“ betreut.

 „Glückliche und zufriedene Familien sind die Basis für das Vorankommen unserer Stadt, so steht es auf ihrer Homepage“, erklärt Jens Mahlow. „Diese Aussage interpretiere ich als Selbsterklärung und Verpflichtung der Stadt. Leider sieht die Realität anders aus. Wir haben uns in den letzten Tagen die Spielplätze angesehen, das Ergebnis: viele Spielplätze sind geschlossen oder beschädigt. In manchen Stadtteilen, wie im Triebischtal, gibt es gar keine Angebote für Kinder mehr. Aus diesem Grund fordern wir die Stadt auf, mehr für Spielplätze in Meißen zu tun.“

Im Triebischtal wurde vor wenigen Tagen der letzte öffentliche Spielplatz (Angerweg, Ecke Ilschnerstraße) geschlossen, da die Palisaden des Spielturms nicht mehr sicher waren. Im Mai wurde bereits der Abenteuerspielplatz an der Hohen Eifer infolge der Schlammflut geschlossen. „Bereits im Vorfeld der Schließungen war insbesondere von Eltern Kritik geäußert worden, dass die Anlagen beschädigt, teilweise beschmiert und von der Stadt zu wenig gewartet worden sind“, erzählt Jens Mahlow und fügt hinzu: „Den Neu- bzw. Wiederaufbau von Spielplätzen können wir als Verein nicht allein stemmen, was wir aber der Stadt anbieten können, ist, dass wir über unser Patenschaftsprojekt zukünftig Anwohner, Eltern und Initiativen gewinnen, die sich ehrenamtlich um die jeweilige Plätze kümmern, diese säubern und gegebenenfalls kleine Beschädigungen auch selbst beseitigen.“

„Wir würden uns freuen, wenn die Stadt aktiv wird und sowohl auf unsere Forderung wie unserem Vorschlag eingeht. So könnte auch der Aussage, Meißen ist eine kinder- und familienfreundliche Stadt, wieder Leben eingehaucht werden“, fügt der Vater von zwei Kindern Dr. Walter Hannot hinzu. In den nächsten Wochen will der Verein, seine Analyse zum aktuellen Stand der Spielplätze in Meißen veröffentlichen.

Der im April 2014 gegründete Meißener Kulturverein hat es sich zur Aufgabe gemacht die Initiativen und Angebote Meißens im Sinne eines bürgerschaftlichen Engagements zu bündeln, zu unterstützen und auch Veranstaltungen wie das Literaturfest selbst zu organisieren.

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