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Artikel in Meiẞner Tageblatt

26-01-2015 12:00 von Sven Mücklich (Kommentare: 0)

Kulturverein und Stadt sprechen über die Spielplätze
Geschrieben von Toralf Grau 


Nachdem der Verein den Zustand der Meißner Spielplätze kritisiert hat, will die Stadt Mängel abstellen. Ob die Vereinsidee eines Spielplatzes an der Jahnturnhalle umgesetzt wird, bleibt offen.

Der Zustand der Meißner Spielplätze war vor wenigen Tagen Thema eines Treffens von Mitgliedern des Meißner Kulturvereins mit Vertretern der Stadtverwaltung. Man habe mit Oberbürgermeister Olaf Raschke, Bauhof-Chef Steffen Petrich und Stadtplanerin Katrin Diersche über die Bestandsaufnahme der Spielplätze gesprochen, die der Verein im Herbst des vergangenen Jahres vorgelegt hatte, so Jeanette Mahlow vom Kulturverein. Man sei dem OB dankbar, dass er sich nun selbst des Themas angenommen habe. „Das zeigt, dass ihm die ganze Sache wichtig ist.“

Die Mitglieder des Kulturvereins hatten sich die 16 öffentlichen Spielplätze der Stadt angeschaut. Ihr Fazit: Der Zustand vieler Plätze lasse zu wünschen übrig. Die „Tester“ listeten Mängel bei der Sicherheit und Verschmutzungen auf. Vielen Plätzen fehlten attraktive Spielgeräte. Kritik übt der Kulturverein aber auch an der städtischen Finanzplanung. Der jährliche Etat für die Pflege und den Ausbau der Spielplätze liege nur bei 10.000 Euro. Das sei deutlich zu wenig, um die Situation verbessern zu können.

Beim Treffen der Vereinsmitglieder mit dem OB und den Stadt-Mitarbeitern wurden Vereinbarungen getroffen. Man werde gemeinsam mit Mitarbeitern des Bauhofs die Spielplätze noch einmal begehen, deren Zustand der Verein bemängelt hatte, so Jeannette Mahlow. Im Anschluss sollten vor allem die Sicherheitsmängel schnell behoben werden. Alle weiteren Planungen für die Meißner Spielplätze würden jedoch vertagt, bis eine vakante Stelle im Stadtplanungsamt neu besetzt sei.

Für die Vereinsmitglieder bleiben noch Fragen offen. Wann wird im Triebischtal Ersatz für den bei der Schlammflut im Mai 2014 zerstörten Abenteuerspielplatz gebaut? Wann und wo plant die Stadt andere neue Spielplätze? Alle Entscheidungen dazu lägen in den Händen von Stadtrat und Stadtverwaltung, auch wenn man am liebsten schon in diesem Jahr Verbesserungen erreichen würde, so Mahlow. Der Verein biete an, Spielplätze mit zu planen, Sponsoren zu werben und auch Patenschaften und Nachbarschaftsinitiativen für den Bau zu aktivieren.

Unklar ist, ob die Idee des Kulturvereins für einen neuen Spielplatz an der verfallenden Jahnturnhalle umgesetzt wird. Die Vereinsmitglieder hatten vorgeschlagen, auf der Freifläche an der Halle einen „Waldspielplatz“ zu bauen. Nach ihren Vorstellungen ließe sich das verwirklichen, wenn die Stadt mit ihrem neuen Antrag auf Förderung aus dem EU-Fonds zur regionalen Entwicklung EFRE Erfolg hat.

Doch das Schicksal der Jahnhalle ist weiter offen. Die Stadt hatte die wegen Schwammbefall geschlossene Halle vor einigen Jahren an den Meißner DFC-Fußballclub übergeben. Der ist bisher mit seinem Sanierungsvorhaben keinen Schritt vorangekommen. Die Halle soll wieder an die Stadt zurückfallen.

Der Kulturverein sieht seine Spielplatz-Idee schon wieder ausgebremst. Das Bauamt habe den Verein ermutigt, ein Konzept für den „Waldspielplatz“ zu erarbeiten, so Vereinsvorsitzender Dr. Walter Hannot. „Insofern ist es schon sehr verwunderlich, dass die Stadt parallel hinter den Kulissen sehr aktiv den Übergang von Jahnhalle und Gelände an einen Bauträger betreibt, was die gesamte Konzeption für die Entwicklung eines altstadtnahen grünen Erholungsbereiches inklusive Waldspielplatz unmöglich machen würde.“

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