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Martin Dulig wird Pate der Frauenstufen

18-08-2014 15:20 von Sven Mücklich (Kommentare: 0)

Heute haben wir an Martin Dulig (Landesvorsitzender und Spitzenkandidat der SPD Sachsen) die Patenschaft für die Frauenstufen übergeben. Es ist bereits das zwölfte Patenobjekt seit dem Start unseres Aufrufes im August, das zukünftig durch einen Paten betreut wird. Martin Dulig verriet bei dem heutigen Treffen: „Mit Meißen und insbesondere mit den Frauenstufen verbinde ich meine schönsten Kindheitserinnerungen. Deshalb engagiere ich mich hier gern als Privatperson und nicht als Politiker.“ Was ihn genau mit Meißen verbindet, was er sich erhofft bzw. von der Aktion „100 Patenschaften“ wünscht – dies hat er uns in einem kleinen Interview verraten. 

Interview mit Martin Dulig

Herr Dulig, seit längerem wird in Meißen darüber diskutiert, dass der öffentliche Raum teilweise ungepflegt erscheint und einige künstlerische Details in der Stadt nicht oder nur unzureichend gewartet werden. Aus diesem Grunde hat der Meißener Kulturverein die Aktion ‚100 Patenschaften’ gestartet. Wie sind Sie auf dieses Projekt aufmerksam geworden?

Erfahren von dem Patenschafts-Projekt habe ich von einem Bekannten, der sich schon für die Aktion engagiert. Er hat mein Interesse geweckt und ich habe dann im Internet recherchiert. Auf der Internetseite des Meißener Kulturvereins bin ich auf eine Vielzahl von Patenvorschlägen gestoßen.

 

Sie haben als Patenobjekt die Frauenstufen gewählt. Haben Sie eine besondere Verbindung zu den Frauenstufen? Warum haben Sie sich für diesen Stufenweg entschieden?

Ich bin in Meißen aufgewachsen und habe ganz in der Nähe der Frauenstufen, auf der Freiheit, gewohnt. Die Frauenstufen und die umliegenden Gärten, Mauern und Gebäude waren für mich ein großer Spielplatz. Wenn ich in Meißen bin, gehe ich noch heute gern die romantischen Stufenwege, die zu Sankt Afra führen, entlang. Diese kleinen verträumten Wege wecken bei mir heimatliche Gefühle und ziehen mich immer wieder an.

Aus diesem Grund hat es mich sehr gefreut, als ich bei meiner Recherche entdeckte, dass die Frauenstufen noch einen Paten suchen. Ich möchte betonen, dass ich die Patenschaft aus persönlichen und nicht aus irgendwelchen politischen bzw. wahltaktischen Gründen übernehme. Ich möchte nicht nur mit meinem Namen, sondern aktiv und engagiert für die Frauenstufen als Pate wirken.

 

Wenn Sie sich an Ihre Kindheit erinnern. Gab es damals ähnliche Aktionen in Meißen?

An eine die ganze Stadt betreffende Aktion kann ich mich nicht erinnern. Erinnern kann ich mich aber daran, dass wir als Kinder in der Vorweihnachtszeit von Haus zu Haus gezogen sind und die Bewohner gebeten haben, Herrnhuter Sterne aufzuhängen. Diese Sterne über den Türen und in den Fenstern haben Meißen schon damals einen besonderen Glanz verliehen.

 

Warum sollten sich aus Ihrer Sicht die Meißener Bürger, Vereine, Institutionen und Unternehmen an der Aktion beteiligen?

Eine schöne Stadt muss umsorgt und mit Leben erfüllt werden. Deshalb ist es aus meiner Sicht ganz wichtig, dass sich die Meißener um ihre Stadt kümmern und auf die vielen schönen Details, Objekte und Anlagen Acht geben. Meiner Meinung nach ist es nicht nur Aufgabe des Staates und der Verwaltung, die Schönheit einer Stadt zu erhalten, sondern von allen Bewohnern.

Gemeinsam kann man viel bewegen. In einer Stadt, die man als attraktiv und sehr lebenswert empfindet, lebt man gern. Sie zieht auch neue Einwohner sowie Touristen an. Neue Touristen und Einwohner hat Meißen dringend nötig, deshalb rufe ich alle Meißner auf, sich an dem Projekt zu beteiligen.

 

Was würden Sie sich für die Zukunft der Aktion „100 Patenschaften“ wünschen?

Das Projekt soll keine symbolische und einmalige Aktion werden, deshalb hoffe ich, dass viele weitere Personen, Institutionen und Unternehmen das Projekt unterstützen.

Für die Aktion wünsche ich mir, dass sie sich zu einem lebendigen Projekt entwickelt, das sich trägt und langfristig fortgeführt wird. Es würde mich freuen, wenn das Ziel der Aktion „100 Patenschaften“ bald erreicht und die Zahl der Patenschaften in der Folge erhöht wird.

 

Das Interview führte Sven Mücklich.

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