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Spielplätze sollen sicherer werden

27-01-2015 10:39 von Sven Mücklich (Kommentare: 0)

Spielplätze sollen sicherer werden

Auf Initiative des Kulturvereins sollen die wichtigsten Mängel beseitigt werden. Bei einem Thema stockt es allerdings.

Vertreter des Kulturvereins haben sich jetzt mit Verantwortlichen der Stadt getroffen, um über die vom Verein erarbeitete Spielplatz-Analyse zu sprechen. Am Gespräch nahm auch OB Olaf Raschke (parteilos teil). „Wir sind dem Oberbürgermeister sehr dankbar, dass er sich selbst des Themas angenommen hat“, sagt Jeannette Mahlow vom Kulturverein. „Vielleicht bekommt die Sache ja dadurch den Nachdruck, der diesem Thema gebührt.“

Nun wollen Vertreter des Kulturvereins gemeinsam mit dem Bauhof die im Konzept bemängelten Spielplätze noch einmal abgehen. Anschließend sollen Sicherheitsmängel und Defizite bei der Umzäunung der Spielplätze zeitnah gelöst werden. Alle weiteren Aktivitäten wurden vertagt: Erst muss eine Stelle im Stadtplanungsamt neu besetzt werden. Diese Person solle sich mit der weiteren Planung beschäftigen. „Für uns ist das zum einen die weitere Profilierung der vorhandenen Spielplätze durch Ergänzungen von Spielgeräten“, so Jeannette Mahlow. Manche Spielplätze seien nicht genügend altersgerecht ausgestattet.

Einige Fragen blieben allerdings offen: Was für neue Spielplätze plant die Stadt? Kommt ein Ersatz für den durch die Schlammlawine zerstörten Spielplatz im Triebischtal? Darauf gab es keine konkrete Antwort. „Wir haben seitens des Kulturvereins angeboten, altersgruppengerechte Spielplätze mit zu planen, Patenschaften und nachbarschaftliche Eigeninitiativen mit zu organisieren, Sponsoren zu werben“, so Jeannette Mahlow. „Wir sähen es gerne, wenn wir einige Verbesserungen bereits in diesem Jahr erreichten. Doch liegen alle Entscheidungen erst mal in Händen der Verwaltung und des Stadtrates“.

Vor einigen Wochen hat der Verein ein Konzept für einen großen, zentralen und altstadtnahen Waldspielplatz neben der Jahnhalle im Rahmen der EFRE-Förderung eingereicht. „Nicht zuletzt das Bauamt der Stadt hatte uns dazu ermutigt“, so Vereinsvorsitzender Dr. Walter Hannot. Dieses Konzept wurde seitens des Bauamtes auch an das beauftragte Büro weiter geleitet. „Insofern ist es schon sehr verwunderlich, dass die Stadt parallel hinter den Kulissen sehr aktiv den Übergang von Jahnhalle und Gelände an einen Bauträger betreibt, was die gesamte Konzeption für die Entwicklung eines altstadtnahen grünen Erholungsbereiches inklusive Waldspielplatz unmöglich machen würde“.

Die Spielplatz-Analyse ist beim Meißener Kulturverein im Rahmen des im August 2014 gestarteten Projekts „100 Patenschaften“ entstanden. Der Verein sucht für Straßen, Plätze, Brunnen und andere Einrichtungen Paten, die sich um das jeweilige Objekt kümmern, Verunreinigungen beseitigen oder. Beschädigungen der Stadt melden. Der Kulturverein will die Initiativen und Angebote Meißens bündeln, unterstützen und auch Veranstaltungen wie das Literaturfest selbst organisieren. (SZ)

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